Lokales Bündnis für Obernkirchen


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Konzept

Familienzentrum


Lokales Bündnis für Familien in Obernkirchen - Familienzentrum Obernkirchen


Grundgedanke: "Um ein Kind groß zu ziehen, braucht man ein ganzes Dorf" (Afrikanisches Sprichwort)

Die Lebenssituation von Familien hat sich in den letzten Jahren grundlegend geändert.
Kinder wachsen häufiger als früher ohne bzw. mit einer geringeren Anzahl von Geschwistern auf. Der Anteil der Kinder, der mit nur einem Elternteil zusammenlebt hat sich ebenfalls erhöht. Außerdem gibt es mit der wachsenden Erwerbstätigkeit beider Elternteile sowie mit zunehmenden Anforderungen an Flexibilität und Mobilität im Berufsleben viele Hinweise darauf, dass sich gemeinsame Familienzeiten verringern und die Organisation des Familienalltags erschwert ist. Ein Miteinander der Generationen kann in vielen Familien nicht mehr stattfinden, da auch die Großeltern häufig noch berufstätig sind oder aber nicht vor Ort wohnen. Dadurch erfahren die Kinder immer häufiger Diskontinuitäten.
Andererseits haben junge Familien mehr Möglichkeiten der Lebensgestaltung als je zuvor. Diese beinhalten Chancen für zahlreiche soziale, kulturelle und kognitive Lernprozesse, bergen jedoch auch Risiken und Konfliktpotentiale und erfordern deswegen vorbereitendende und begleitende Unterstützung.

Die Unterstützung und Förderung von Bildungsprozessen der jungen Generation muss sich einerseits an gesellschaftlichen Erfordernissen und andererseits an den lebensweltlichen Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen orientieren. Diese leiten sich aus demographischen, wirtschaftlichen, rechtlichen, politischen und sozialen Entwicklungen ab, die die Lebenssituation und die Lebensführung der Familien beeinflussen.
Veränderungen in den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und ihre Auswirkungen für das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen deuten auf die Notwendigkeit einer Um- und Neugestaltung des derzeitigen Systems von Bildung, Betreuung und Erziehung hin.
(aus dem 12. Kinder- und Jugendbericht des BMfFSFJ)

Andererseits steht die Vielfalt der Erfahrungswelten nicht allen Kindern und Familien gleichermaßen offen und bietet nicht allen die gleichen Chancen zur Lebensplanung und Zukunftsgestaltung. Möglichkeiten zur sozialen und gesellschaftlichen Teilhabe differieren nach sozialer und ethnischer Herkunft, nach Geschlecht und Region. Anstrengungen für die Ermöglichung einer gleichberichtigten Teilhabe aller Kinder und Familien an Bildungsprozessen sind vor allem erforderlich angesichts der erheblichen Anzahl von Kindern, die in Armut leben.
Hervorzuheben ist in diesem Kontext der enge Zusammenhang zwischen ökonomisch benachteiligten Lebenslagen von Familien und dem Bildungsniveau der Eltern.


Daher brauchen Kinder, Jugendliche und auch Familien heute zunehmend mehr Kontinuität in ihrem sozialen und betreuenden bzw. begleitenden Umfeld.
Aus diesem Grunde hat das Obernkirchener Bündnis für Familien die Idee des Obernkirchener Familienzentrums (OFaZ) konzipiert.
In dieser neuen Institution werden sich wesentliche sozialpädagogische, soziale und caritative Arbeitsbereiche vernetzen.

Die Hauptsäulen bilden hierbei:

1. Bürgerservicebüro mit den Bereichen Elternbildung und ~beratung sowie generationsübergreifendes Miteinander
2. Integration der U3- Kinderbetreuung
3. Multifunktionsraum

Das OFaZ sieht sich hierbei als integraler Bestandteil der Stadt Obernkirchen. Es soll als Knotenpunkt, als Ansprechpartner aller relevanten Bürgerprobleme mit sozialem und caritativem Hintergrund eingerichtet werden. Es soll Ausgangspunkt für den sozialen Gestaltungsprozeß Obernkirchens sein, wobei neue und bestehende Angebote zusammengeführt werden, verbessert werden und durch Synergien effizienter gestaltet werden.
Kinder und Familien sollen durch niederschwellige Angebote nachhaltig gestützt und gefördert werden.
Das OFaZ soll ein Treffpunkt für Mütter, Väter, Kinder, Jugendliche, Senioren auch mit behinderten oder Migrationshintergrund werden. Eine Oase in einer zunehmend weniger familiengerechten Umwelt, in der sich die gesamte Familien oder auch deren einzelne Mitglieder in einer angenehmen und vertrauten Atmosphäre aufhalten können und positive Erfahrungen sammeln können. Familien sollen zielgenau und vor allem umfassend betreut werden.
Das OFaZ hat weiterhin den Ansatz, das Miteinander und den Austausch der Generationen zu fördern, in dem es als Begegnungsstätte für Jung und Alt fungiert, und es schafft ein nachbarschaftliches Netzwerk familiennaher und generationenübergreifender Dienstleistungen.
Dazu wird das bürgerschaftliche Engagement auf innovative Art und Weise aktiviert.
Es soll ferner der Kontaktfindung und Vernetzung der Familien untereinander dienen. Das OFaZ soll erste Anlaufstelle in einer fremden Umgebung sein und Menschen aufnehmen "ohne, daß ihnen Bedingungen gestellt werden, ohne zu wissen und zu fragen, welches "Identitätspapier" sie haben. Das bedingt, daß man sich an den Menschen wendet, individuell, daß man ihn anspricht und ihm einen eigenen Namen zugesteht. Diese "Gastfreundschaft" besteht darin, sich an den anderen zu wenden, ihn nach seinem Namen zu fragen, dabei aber zu vermeiden, daß diese Frage eine Bedingung wird...." (Jacques Derrida in "Le Monde").


Träger: Bei der Übernahme der Trägerschaft bieten sich verschiedene Alternativen:
Zum einen kann das lokale Bündnis für Familien in Obernkirchen durch Neugründung des obernkirchener Familienzentrum eV -OfaZ- - Verein in Gründung - Träger des Familienzentrums werden. Hier ist
die Zusammensetzung des Vereins wichtig. Er sollte aus engagierten Mitgliedern der Stadt Obernkirchen bestehen und eine Mischung aus den Bereichen engagierte Mitbürger, sozialer und caritativer Einrichtungen sowie Politik sein.
Eine Alternative hierzu besteht in der Trägerschaft durch die Stadt. Hier wird die Stadt Obernkirchen Trägerin des Familienzentrums. Die Struktur sowie die geplanten Unternutzungen könnten analog umgesetzt werden.


Projektort: Das OFaZ soll zentrumsnah gelegen sein, um möglichst günstig auch zu Fuß zu erreichen sein. Parkplätze sollten in ausreichender Form unmittelbar angeschlossen sein.
Das OFaZ sollte überwiegend ebenerdig sein, um für Behinderte, ältere Menschen wie auch Familien mit Kleinstkindern und Kinderwägen gut zu erreichen sein oder aber in entsprechender Weise behindertengerecht ausgebaut sein.
Ein bespielbares Außengelände sollte dem OFaZ direkt zugänglich sein.
Die Zentrumsnähe ermöglicht eine Verbindung von Wahrnehmung der Angebote des OFaZ sowie Einkaufsmöglichkeiten und Verwaltungsgänge in Obernkirchen.
Die Identifikation zu der Stadt wächst durch die Zentrumsnähe.
Die Belebung von OFaZ und Innenstadt erfolgt durch gegenseitige Befruchtung.

Hierfür kommen mehrere Immobilien in Betracht:

Der derzeit leerstehende ehemalige WEZ- Markt in der Langen Str. wurde als Projektort besichtigt.
Die Besichtigung der Immobilie ergab, dass alle zu integrierenden Bereiche hier in ausreichender Weise Platz finden.
Voraussetzung für die Nutzung sind allerdings folgende Umbaumaßnahmen:
- Einbau von Fenstern
- Schaffung von ausreichenden Sanitäranlagen
- Schaffung einer Großküche
- Schaffung von 3-4 Beratungsbüroeinheiten
- Schaffung einer Multifunktionshalle
- Schaffung eines Cafeteria- Bereiches nebst Terrassen- Bereich
- Herrichten eines Außengeländes für die Krippe
- Schaffung weiterer kinderfreundlicher Außenanimationen

Als Alternativobjekt wurde das BornemannGebäude besichtigt:
Auch hier lassen sich alle konzipierten Bereiche gut in das vorhandene kommuneneigene Objekt integrieren. Allerdings sind auch hier Umbaumaßnahmen erforderlich
- Einbau Fahrstuhl
- Umbau in behindertengerechte Nutzung

Beide Objekte erscheinen uns für die Umsetzung eines Familienzentrums geeignet. Unter Berücksichtigung der Einbindung der Stadt Obernkirchen sollte der Schwerpunkt des Focus allerdings bei dem BornemannGebäude liegen. Hier könnte ein derzeit leerstehendes kommuneneigenes Objekt einer innenstadtwirksamen Nutzung zugeführte werden.

Bei der Konzepterstellung für das Familienzentrum wurde im ersten Schritt eine Bestandsaufnahme der derzeitigen obernkirchener Situation erstellt (hier wurden die Negativmerkmale die IST- Situation in rot dargestellt, demgegenüber die Positivmerkmale in grün):

Bestandsaufnahme Obernkirchen:

- wirtschaftliche Situation verschlechtert sich zunehmend
- ansässige Unternehmen nehmen ab
- nachlassende Kaufkraft
- verödete Innenstadt
- hohe und zunehmende Arbeitslosigkeit
- Jugendarbeitslosigkeit sowie ~perspektivlosigkeit
- Zunehmende Zahl der sozial schwachen Familien
- Rel. Hoher Ausländeranteil
- Wenig Kultur- und Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche
- U3-Betreuungsplätze sowie Hortplätze sind nicht in ausreichender Zahl vorhanden
- Keine Verkehrsanbindung Bahn
- Zunehmende Zahl älterer Mitbürger
- Vereinbarkeit von Familien und Beruf
- gute Vereinsarbeit
- Grundschule
- Offenes Ganztagsangebot
- Schulzentrum
- Sonderschule
- 4 Städt. Kiga mit Integartionsplätzen und 10 Hortplätzen
- Evg. Spielkreis
- Rasselbande U3 10 Plätze
- Schwimmbad
- Stift / Kolpingfamilie
- Tafel


Zweck: 1. Servicebüro:
Das Servicebüro wird als "neutraler" Treffpunkt gestaltet, an dem jeder Mitbürger Obernkirchens mit sozialen und caritativen Anliegen -Problemen wie Angeboten - eine Plattform und Hilfestellungen finden bzw. erhalten kann. Es soll als offene "Kontaktbörse" fungieren, bei der Familien kompetente Ansprechpartner aber auch Beratungen zu unterschiedlichen Fragestellungen finden und erhalten können, wie auch Rat und Hilfe zur Betreuung von Kindern und Angehörigen erhalten.
Integriert werden könnten hier einige der bisherigen Projektgruppen des lokalen Bündnisses für Familien, die dann entsprechend ausgeweitet werden könnten:

I. ElternCafe -s. Projektskizze (Anlage1)-
- Seit 23.01.
- Eltern und Kinder können gemeinsam positive Erlebniserfahrungen im nachmittaglichen Miteinander beim Basteln und Spielen unter pädagogisch fachlicher Anleitung und Reflektion sammeln
- Kaffee, Kakao und Kekse und Kuchen geben dem ElternCafe einen gemütlichen Rahmen
- geplant sind neben regelmäßigen Bastelaktionen auch Vorträge im Bereich Familienbildung anzubieten
- geplant ist im Rahmen des ElternCafe auch eine Zusammenarbeit mit er Bücherei

Bei der Integrierung in das Familienzentrum obliegt dem ElternCafe als wichtige Säule neben dem Cafeteriabereich die Funktion des "Türöffners" für alle weiteren Angebote.

II. Oma & Opa- Service
Kontaktbörse für Familien und ältere Mitbürger, die auf der einen Seite keine Oma/Opa bzw. Enkel etc vor Ort haben auf der anderen Seite aber gerne generationsübergreifenden Kontakt wollen;
gemeinsame Aktionen mit Kindern und älteren Mitbürgern, die keine Enkelkinder vor Ort haben, aber gerne den Kontakt zu Kindern haben möchten

geplant:
III. Ausländisch Kochen
o Kochangebote von und für Kinder mit und ohne Migrationshintergrund


IV. Weitere Angebote sollen in den Beratungsbüroeinheiten durch "Untervermietung" an entsprechende Anbieter als Dienstleistungen offeriert werden. Möglich und geplant sind dabei die folgenden Themenbereiche:

Kontaktzentrum Beratungszentrum Betreuungszentrum Kurszentrum
Informationsbörse Seniorenzentrum Oma- Opa- Service Sprachkurse
Begrüßungsdienst
Neubürger
Babys -> Elternbriefe Rechtsberatung Kinder- Kurzzeitbetreuung Kreativkurse
Offener Treff Integrationslotse Tagesmüttervermittlung Musikschule / Musikkurse
Themenfrühstück etc Familienpraktikum Tagespflege im Seniorenbereich Gesundheitsangebote
Spielenachmittag der Generationen Plattform für Vereine Babysitter- Ausbildung
Offene Krabbelgruppen Schuldnerberatung Verkehrserziehung
PEKiP Kinderschutzbund Erste- Hilfe- Kurse
Selbsthilfegruppen Drogenberatung
InternetCafe Gleichstellungbeauftragte


2. Einrichtung der U3- Kinderbetreuung
Insgesamt sollen zusätzlich Betreuungsplätze für 30 U3- Kinder geschaffen werden, davon 10-12 Ganztagsplätze.
Träger der Krippe kann zum einen die Rasselbande -Kinder brauchen Kinder e.V.- als freier Träger sein, die bereits jetzt die U3 Betreuung Obernkirchens darstellt.
Das Konzept der Einrichtung kann dann von der Rasselbande in Ansätzen übernommen werden. Dieses Konzept bewährt sich seit fast 20 Jahren, würde aber natürlich den vielfältigen neuen Räumlichkeiten angepasst und ausgeweitet werden. Neu für die Rasselbande wäre dann der Ganztagesbetrieb. Neben dem Schlafraum wird künftig die Möglichkeit bestehen, den Multifunktionsraum als Bewegungsraum zu nutzen. Auch das neuzugestaltende Außengelände wäre eine Verbesserung der derzeitigen Situation der Rasselbande.

Alternativ käme als Träger die Stadt Obernkirchen in Frage. Hier würde dann ein neuer Standort mit U3- Betreuung das kommunale Angebot der Kinderbetreuung ergänzen.

In jedem Fall würden die zu betreuenden Kinder durch die großzügigen Möglichkeiten, die sich aus dem Multifunktionsraum ergeben, profitieren. Synergieeffekte durch zusätzliche Angebote wie Musikpädagogen etc., die das Familienzentrum nutzen, werden angestrebt.


3. Multifunktionsraum
Die Hallensituation für Vereine in Obernkirchen ist derzeit bereits eher angespannt. Durch die Einführung des Ganztagsangebotes in der Grundschule werden weitere Kapazitäten in der Hallennutzung gebunden bzw. in den späteren Nachmittag bzw. Abend geschoben. Die Vereine suchen generell Ausweichmöglichkeiten, um die Attraktivität ihrer Angebote aufrechterhalten zu können.
Hier wird durch die Einbindung eines Multifunktionsraumes ein Ort geschaffen, der das Platzangebot für die Vereine Obernkirchens ergänzt. Angebote wie Tai Chi, Chi Quong, Judo, Rope Skipping, Beckenbodengymnastik etc. können dann dort stattfinden.
Als Unternutzer können Kneipp- Verein und MTV angesprochen werden. Dem Lokalen Bündnis ist bekannt, das insbesondere diese Vereine viele verschiedene öffentliche Gebäude für ihr Sportangebot nutzen. und eine Zentralisierung an einem Ort wünschenswert ist . Die Ausweitung der Kapazitäten .wird von den Vereinen angestrebt.

Ebenso können Veranstaltungen der VHS, des Kinderschutzbundes und sonstiger örtlicher Gruppierungen in einem entsprechenden Multifunktionsraum untergebracht werden.
Der Raum bietet ebenfalls ausreichend Platz für Vorträge und Versammlungen der örtlichen Vereine

Die Größe des Bornemannkomplexes würde es außerdem ermöglichen, die Fraktionssitzungen sowie politischen Ausschusssitzungen in das Familienzentrum zu integrieren. Eine Nutzung als "Rathaussaal" würde eine starke Bindung der Politik an die Belange der Bürger Obernkirchens signalisieren. Die positive Außenwirkung sowie die Akzeptanz durch Einsparungen finanzieller Mittel beim geplanten Rathausumbau, die dann wiederum für andere Nutzungen frei stehen, liegen auf der Hand.



Personal: Das OFaZ benötigt zum Betrieb nach derzeitigem Konzept folgendes Personal im Minimum

Empfangsbereich:
Koordinierung der Unternutzung
1 Sozialpädagogische Fachkraft
1 Assistentin

Küchenbereich
2 Küche
2 Cafeteria

Reinigung
1 Reinigungskraft

2 Honorarkräfte



Finanzierung: s. Anlage


Abschlussbemerkung:
Das OFaZ bietet durch seine umfassenden Angebote die einmalige Chance in einem zentrierten Raum Lebensqualität und Zufriedenheit der Bürger Obernkirchens sowie Identifikation mit der Stadt zu schaffen.
Die frühkindliche Bildung sowie die Bildung der Eltern als Erzieher und Präger der neuen Generationen erfährt in umfassender Form eine Qualitätssteigerung.
Frühprävention wird nachhaltig verbessert.
Als Ort der Begegnung werden alle gesellschaftlichen Strukturen gleichermaßen angesprochen und aufgenommen. Der Weg aus der sozialen Isolierung ist uns ein Anliegen und wird durch das offene und zentral gelegene Familienzentrum erleichtert. Resozialisierung und Einbindung schwieriger sozialer Strukturen in einen lebenswerten Alltag kann und wird durch die umfassenden Angebote des Familienzentrums sowie die Nähe zu den Mitbürgern Obernkirchens geschaffen. Das Familienzentrum ist nicht nur für alle Bürger da, es geht durch Angebote auch aktiv auf besondere soziale Strukturen zu.
Durch die Vernetzung mit der U3- Betreuung sowie der Integration von Vereinen werden nicht nur Synergieeffekte freigesetzt, es wird auch durch das niederschwellige Angebot die Möglichkeit verbessert, tatsächlich alle sozialen Strukturen problemlos zu erreichen.

Eine Bindung an die Stadt Obernkirchen wird bereits mittelfristig die Lebensqualität jeden Bürgers Obernkirchens verbessern.

Kinder und Familien brauchen heutzutage ein öffentliches Angebot, das den Erwachsenen Mut macht, sich auf das "Abenteuer Kinder" einzulassen, und das Kindern und Eltern zugleich erweiterter Bildungswelten und Erfahrungsräume zur Verfügung stellt. Dazu braucht es verlässliche Angebote. Leitender Gesichtspunkt hierfür sind die Bedarfe und Bedürfnisse von Kindern und Familien.
Aus diesen Gründen ist es wichtig, dass nicht nur Politik sondern auch jeder einzelnen in seinem Rahmen und nach seinen Möglichkeiten das OFaZ unterstützt.


Anlage 1:
Projektskizze: Familienbildung
Metainformation
Arbeitstitel (Projekt) Elternschule, Familienbildung
Verantwortliche Person(en) Maren Witte, Kathrin Dragendorf, Hella Hespe, Dörte Worm
Telefonnummer 05724-3084
E-Mail Adresse kigakleistring@obernkirchen.de

1. Kurzzusammenfassung
1.1 Grundzüge des Projekts
In dem Projekt Familienbildung sollen interessierten Eltern in regelmäßigen Abständen pädagogisch fachliche Informationen anhand von Vorträgen, Filmen oder Referaten angeboten und vermittelt werde.
Desweiteren sollen Familien angesprochen werden, um den interfamiliären Umgang zu verbessern bzw. neu zu begründen. Es soll ein Eltern- Cafe initiiert werden, in dem Eltern und Kindern bei pädagogisch fachlicher Betreuung die Möglichkeit zu gemeinschaftlichen Bastelaktionen gegeben werden soll sowie ein Austausch interessierter Eltern untereinander begründet werden soll, wie auch die Ansprache von Fachkräften, im Hinblick auf Problemlösung pädagogischen Hintergrundes in möglichst neutraler Umgebung ermöglicht werden soll.
2. Projektbegründung
2.1 Ausgangslage (soziale, kulturelle und politische Rahmenbedingungen)
In der Kernstadt Obernkirchens sind zu einem großen Teil bildungsferne sowie sozial auffällige Familien wohnhaft. Diesen wie auch allen interessierten Familien des gesamten Stadtbereiches , sowie der Ortsteile Gelldorf, Vehlen und Krainhagen, sollen Bildungsinhalte zum Thema Familie vermittelt werden. Es soll den Familien die Möglichkeit gegeben werden außerhalb von Regelbetreuungen positive gemeinschaftliche Erlebnisse zu erfahren. Es sollen Strukturen etabliert werden, an denen sich Familien orientieren können, um das Miteinander in der eigenen Familiensituationen in geregelte sowie von gemeinschaftlichen und positiven Ereignissen geprägten Erfahrungen zu führen. In einem möglichst neutralen und unaufdringlichen Umfeld soll den Familien eine Möglichkeit gegeben werden, in einem vertrauensvollen Umgang Informationen zu erhalten sowie Austausch- bzw. Beratungsgespräche zum Thema Familienbildung zu führen. Den Kindern soll als eine Ergänzung zur Regelbetreuung auch in den Nachmittagsstunden die Möglichkeit zu positiven Erfahrungen mit der eigenen Familie gegeben werden.

2.2 Projektbegründung (Bedarf/Bedürfnis)
Aus den Erfahrungen der Kiga und Kita Obernkirchens sowie der freien Träger in der Kinderbetreuung und nach Rücksprache mit Kinderschutzbund sowie Jugendamt gibt es in Obernkirchen ein erhebliches Klientel, das den Bedarf an zusätzlichen sozialen Leistungen mit dem Schwerpunkt Familienbildung begründet
2.3 Ähnliche (eigene oder fremde) Projekte
Im Rahmen von Sportvereinen sowie im Jugendzentrum gibt es bereits Möglichkeiten, in denen sich Kinder aller Familien zu nachmittaglichen Aktionen einfinden können.
3. Intendierte Wirkungen
3.1 Vision (längerfristige Perspektive)
Mit der Einrichtung eines Eltern-Cafes soll langfristig eine Institution außerhalb der behördlichen Einrichtungen geschaffen werden, in denen Eltern und Kindern ein zufriedenstellendes Miteinander vermittelt werden soll, Eltern grundsätzliche Umgangs- und Betreuungsmöglichkeiten für ihre eigenen Kinder im eigenen Rahmen vermittelt werden soll, eine Plattform für pädagogische Fragen geschaffen werden soll und Familienbildung anhand von Fachgesprächen und fachlichen Vorträgen verbessert werden soll.
Bei Interesse soll in Kooperation mit dem Kinderschutzbund eine Elternschulung "Starke Eltern, starke Kinder" angeboten werden.
Zusätzlich sind regelmäßige Gesprächskreise zu den vom Landkreis verschickten Elternbriefen angestrebt.
4. Zielgruppen
4.1 Anspruchsgruppen
Grundsätzlich sollen die Projekte im Rahmen der Familienbildung allen interessierten Familien Obernkirchens offen stehen
4.2 Zielgruppen und Schlüsselpersonen der geplanten Intervention
Besonders wünschenswert wäre es, wenn das Klientel der "auffälligen"/bildungsfernen Familien erreicht wird. Wobei selbstverständlich eine "gesunde Mischung" das Optimum ist.
5. Vorgehensweise
5.1 Strategien (Ansätze, Methoden)
Angesprochen werden alle Familien durch Presseartikel, Aushänge in Kiga, Kita etc sowie persönliche Ansprache
5.2 Zeitlicher Rahmen (Beginn, Dauer, Ende)
Als ersten Termin eines Eltern-Cafes ist der 23.Januar 2008 in der Zeit von 16:00- 18:00 Uhr angesetzt, in dem bei Kaffee und Kuchen, gemeinschaftliches Basteln der Familien angeboten wird. Zwei pädagogische Fachkräfte stehen dabei als Ansprechpartner zur Verfügung und leiten u. betreuen die Bastelaktion. Ehrenamtliche Helfer aus der Arbeitsgruppe unterstützen die pädagogischen Fachkräfte.
6. Projektorganisation
6.1 Projektstruktur (grob)
I. Planung: die Nachmittage werden von der Projektgruppe Familienbildung des lokalen Bündnisses für Familien vorbereitet: Terminauswahl, Aushänge, Presseinformation, bei guter Etablierung ist das Eltern-Cafe 1 p.m. geplant.
II. es werden 2 pädagogische Fachkräfte für die Betreuung der Familien während des Eltern- Cafes benötigt, sowie mindestens 2 Helfer der Projektgruppe
III. Bastelaktionen für max. 20 Kinder der Altersstufen 2-6 Jahre müssen ausgewählt und vorbereitet werden, durch pädagogische Fachkräfte
IV. Kuchen und Kaffee muß vorbereitet werden, durch Projektgruppe
V. Aufräumen der Räumlichkeiten, durch Projektgruppe
Bei Vorträgen soll eine Kinderbetreuung durch Fachkräfte parallel zu der Vortragsveranstaltung die Teilnahme erleichtern. Geplant sind Vorträge/ Gesprächskreise mit örtlichen Therapeuten und Fachleuten. Die Themenschwerpunkte werden gemeinsam mit den Teilnehmer/innen festgelegt. Das Honorar für diese Dozenten wird ca. 50 €uro pro Stunde betragen.

Parallel dazu plant das Lokale Bündnis für Familien jährlich zwei Vorträge mit renomierten Fachreferenten. Dieses Angebot wird sich vorrangig an interessierte Eltern, aber auch an Pädagogen und andere interessierte Fachleute richten.
Für diese Fachvorträge ist mit einem Honorar von jeweils ca. 200-300€uro zu rechnen. Die Finanzierung wird z:T. durch Eintritts- und Sponsorengelder sichergestellt.
Für das Jahr 2008 ist im September bereits eine Veranstaltung mit Charmaine Liebertz/ Leiterin des Institutes für Ganzheitliches Lernen in Köln vereinbart.
Verhandlungen mit Wolfgang Bergmann/ Psychologe an der Uni Hannover , Autor div. Fachbücher ( z.B. Gute Autorität) laufen.
7. Ressourcen
7.1 Kostenschätzung (finanzielle Mittel) pro Veranstaltung
ElternCafe
I. Miete der Räumlichkeiten 5 €/ Std, Summe 15€
II. 2 Pädagogische Fachkräfte pro Eltern-Cafe, 40€/ Fachkraft, Summe 80€
III. Bastelmaterial sowie Material für die Reinigung und sonstiges pro Eltern-Cafe zwischen 80 und 100€
Summe pro Veranstaltung: 210,00€ gerundet
Vortragsveranstaltung:
- Miete der Räume für Kinderbetreuung (s.o.) sowie Miete der Vortragsräume analog
Summe 30,00€
- Kinderbetreuung (s.o.) Summe 80,00€
- Dozentenhonorar 175,00€ - 250,00 €
- Vortagsmaterialien 200,00€
Summe für Vortagsveranstaltungen: max. 560,00€
Es wird bei beiden Veranstaltungen Spendenboxen aufgestellt, so dass eine finanzielle Abdeckung von rd. 30% erreicht werden sollte
7.2 Personeller Aufwand (Arbeitstage)
ElternCafe
2 pädagogische Fachkräfte zur Kinderbetreuung
"Gesprächspartner" für die Eltern ( ja nach Thema z.B. Sprachtherapeut, MA des Jugendamtes, Schuldnerberater, Büchereimitarbeiter etc.)
Ehrenamtliche Helfer aus der Projektgruppe

Vortragsveranstaltung
Ehrenamtliche Helfer aus der Projektgruppe
Vortragsdozent




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