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Ausgabe: © SN Datum: 07.06.2007
„Passgenaue Lösungen entwickeln“
„Lokales Bündnis für Familien“ offiziell gegründet / 1500 Auflage: „Roter Faden“ gedruckt. Seit vorgestern Abend hat auch die Bergstadt ihr „Lokales Bündnis für Familien“. Mit einem feierlichen Akt, der Solidarität und Zusammenhalt symbolisierte, wurde die Initiative offiziell gegründet. Bürgermeister Oliver Schäfer, der zugleich Schirmherr der Initiative ist, hatte zuvor erklärt, dass ein lokales Bündnis bedeute, dass sich Bürger weitgehend Gedanken über die Stadt gemacht hätten und nun diesen Ort noch lebenswerter gestalten möchten. Ziel sei es, dass die Stadt für alle – Jung und Alt – lebens- und liebenswert ist.
Obernkirchen. Jürgen Hirschauer wies als Berater der 2004 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufenen Initiative darauf hin, dass die Familienfreundlichkeit vor Ort nur erreicht werden könne, wenn die Bündnis-Mitglieder „problemorientiert“ arbeiten, sich „vernetzen“, um die Probleme vor Ort lösen zu können. Man müsse sich konkret an Obernkirchen orientieren, sagte Hirschauer: „Es bringt nichts, wenn Sie schauen, wie es in Minden oder im Auetal gemacht wird. Lokale Bündnisse müssen passgenaue Lösungen entwickeln.“ Hirschauer plädierte dafür, dass das Bündnis die bundesweit erzeugte Aufbruchstimmung auch auf die Bergstadt übertragen soll. Denn Bündnisarbeit lohne sich, sagte Hirschauer: Gemeinsam könne Erfahrungswissen dargestellt und zusammengebracht werden: „Bündnisarbeit lohnt sich für die Bündnispartner – wirtschaftlich, ideell und individuell.“ Hirschauer nannte ein Beispiel: Präsentiere sich eine Stadt familienfreundlich mit flexiblen Lösungen für die Familien, dann sei die Chance deutlich höher, dass eine gesuchte Fachkraft sich dort niederlasse.
Lokale Bündnisse für Familien seien stets „Arbeitsbündnisse“ lokaler Akteure, die ganz konkret die Situation für Familien vor Ort verbessern: Kommunen, Unternehmen, Freie Träger, Vereine, Initiativen, Kammern,. Gewerkschaften oder Kirchengemeinden würden gemeinsam die Familienfreundlichkeit fördern, wirkungsorientiert arbeiten sowie aktiv und nachhaltig gestalten. Einen ersten Erfolg konnte das Bünfnis-Team um Koordinatorin Dörte Worm vorgestern vorzeigen: Der „Rote Faden“ liegt vor, ein Familienratgeber für Obernkirchen, der in einer Auflage von 1500 Stückerscheint und als Orientierungshilfe für Familien von Jung und Alt für alle wichtigen Lebenslagen entwickelt wurde. Der „Rote Faden“ soll auf dem Weg durch die Obernkirchener Institutionen
Erleichterung und eine Übersicht verschaffen. Das nächste Treffen des Lokalen Bündnisses für Familien beginnt am 21. Juni um 17 Uhr im Kindergarten Kleistring. Dörte Worm: „Wer helfen will, ist immer willkommen.“ rnk