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Das reinste Paradies für Kinder: Ein Bad in bunten Bällen. Fotos: sig
Ein schöner Nebeneffekt ist, dass zwischendurch für die Erwachsenen auch etwas Zeit bleibt,
miteinander ins Gespräch zu kommen und Erfahrungen auszutauschen. Dieses Angebot soll durchaus
fortgesetzt werden, verspricht Bündnis-Vorsitzende Dörte Worm. Beim nächsten Mal (voraussichtlich
Anfang Mai) wird die ökumenische Bücherei mit einer Bücherkiste dabei sein. Dann werden Bilderund
Märchenbücher sowie Abenteuergeschichten vorgestellt und auch vorgelesen.
Ein weiteres Projekt soll mit Nachdruck verfolgt werden: Damit ist der angestrebte Oma-Opa-Service
gemeint. Dörte Worm: "Wir suchen nach wie vor nach älteren Menschen, die sich über den Kontakt zu
Kindern freuen würden. Die mit ihnen etwas unternehmen, spielen und ausgehen würden. Sie könnten
den Nachwuchs zum Beispiel auch beim Sport oder ins Kino begleiten und ihn auch mal abends
betreuen, wenn die Eltern ausgehen möchten. Es gibt auch viele allein stehende Mütter, für die das
eine Entlastung wäre. In manchen Fällen sind auch schon die Großeltern verstorben."
Dörte Worm und ihr Team versprechen sich viel von solchen zunächst völlig unverbindlichen
Begegnungen zwischen den Generationen. Beim ersten Versuch dieser Art meldete sich leider nur
eine Oma. Das ist aber noch kein Grund zum Aufgeben. Regine Krömer wird beiden Seiten als
Ansprechpartnerin dienen. Sie ist unter (05724) 399380 zu erreichen.
Zudem will das Bündnis eine Babysitter-Börse einrichten. Es gibt auch größere Kinder und
Jugendliche, die schon für solche Aufgaben in Frage kommen. In den weiteren Ausbau des
Familienpaktes soll der neu gegründete Behinderten- und Seniorenbeirat einbezogen werden.
Dörte Worm kündigte an, dass es am 14. Mai im evangelischen Gemeindezentrum "Rote Schule"
einen Vortrag des Diplom-Psychologen Wolfgang Bergmann geben wird. Er ist Verfasser des Buches
"Gute Autorität" und spricht über Fragen der richtigen Kindererziehung.
Das Bündnis für Familien will außerdem das Projekt nicht aus den Augen verlieren, in dessen
Mittelpunkt das ehemalige Verwaltungsgebäude der Firma Bornemann steht. Dort ein
Familienzentrum sowie eine Begegnungsstätte für Senioren und Behinderte einzurichten, wird als
ideal angesehen. Letztlich gäbe es in diesem Haus ausreichend Platz für die "Obernkirchener Tafel",
die zurzeit im DRK-Heim an der Beeker Straße etwas beengt untergebracht ist.
© Schaumburger Zeitung, 05.04.2008